Ersteindruck: Logitech Ultrathin Keyboard Cover für iPad [Test]

Vielleicht bin ich altmodisch oder vielleicht bin ich auch einfach nur vom Zocken den Tastaturanschlag gewöhnt aber für alles was länger als eine kurze eMail ist, brauch ich ein Keyboard.

Zum Problem wurde das natürlich erst mit dem Erscheinen der Tablets. Deshalb habe ich mir auch sofort die originale Samsung Tastatur für mein Galaxy Tab P1000 geholt, als diese erhältlich war. Die ist prinzipiell ein tolles Zubehörteil. Man kann darauf super tippen. Aber neben der Tatsache, dass sie das Galaxy Tab hochkant fasst (kein Wunder – das Ding ist ja im Prinzip ein übergroßes Handy), bringt sie einen wesentlichen Makel mit sich: Man hat immer noch ein zusätzliches Gerät dabei. Irgendwie blöd…

…dachte sich wohl auch Logitech beim eigenen Ansatz, die Lücke zwischen iPad und Ultrabook zu schließen und integrierte die Tastatur kurzerhand in den Deckel. Somit entfällt der Transport von zwei Geräten, da es sich bei dem Keyboard nunmehr um ein Anbauteil handelt, welches das Design des iPads gut ergänzt. 

Die Tastatur ist klavierlackschwarz gehalten – also ein klassisches Fingerprint Victim. Das dazu besser ein schwarzes iPad passt, muss man wohl nicht extra erwähnen. Die Rückseite ist in Alu-Optik gehalten und sorgt dafür, dass iPad und Keyboard Cover zugeklappt eine Einheit bilden.

Im geschlossenen Zustand wird das iPad dadurch natürlich deutlich dicker, ist klar, bleibt aber gegen ein vollwertiges Ultrabook sicher konkurrenzfähig.

Wenn man die Tastatur dann nutzen möchte, zieht man sie einfach ab (funktioniert wie beim original Smart Cover) und setzt das iPad in die ebenfalls magnetisierte Schiene. Dadurch und die mechanische Bauweise der Schiene steckt das iPad sicher und fest in der Tastatur – man kann das Ganze komplett hochheben und es fällt nicht ab.

Mit einer echten Tastatur hat man mit dem iPad auf einmal ein völlig neues Arbeitserlebnis. Das dumpfe Gefühl beim Tippen auf der Glasscheibe ist nach den ersten getippten Worten auf dem Logitech Ultrathin Keyboard Cover schnell vergessen. Der Druckpunkt ist etwas weich und fällt hinter die originale Apple Bluetooth Tastatur etwas zurück.
Es mag der kompakten Form geschuldet sein, aber man muss sich an das Tastenlayout erst gewöhnen. Wer schnell und fast blind schreiben kann, wird am Anfang doch den einen oder anderen Typo produzieren. Alles in allem bietet die tastatur aber ein hervorragendes Schreibgefühl.

Natürlich sind die wichtigsten iPad Funktionen über das Keyboard steuerbar. Das Koppeln funktioniert denkbar simpel: Einfach den Bluetooth Knopf an der Seite der Tastatur drücken und diese dann im iPad auswählen.

Das Ultrathin Keyboard Cover verfügt über einen eigenen Akku, der mittels (beiliegendem) USB Kabel aufgeladen wird. Zur Nutzungsdauer kann ich noch nichts sagen – dazu fehlt der Langzeittest.

Für wen lohnt sich die Anschaffung einer solchen Tastatur nun? Immerhin ist sie mit fast 90 Euro kein Schnäppchen. Das ist aber immer noch deutlich weniger, als man für ein Ultra- oder selbst noch ein Netbook anlegen muss. Wer also grundsätzlich mit seinem iPad softwareseitig auskommt, weil er beispielsweise eher Texte verfasst als Präsentation erstellt, kann ruhigen Gewissens beim Logitech Ultrathin Keyboard Cover zuschlagen.

Damit wir aber auch wissen, wie sich die Kombination aus iPad und Logitech Tastatur unter “Gefechtsbedingungen” schlägt, werden wir das jetzt mal testen…auf der Gamescom! (Marco)

Einsatzbericht: Logitech Ultrathin Keyboard Cover / iPad @ Gamescom 2012 [Test]

Ein Gedanke zu “Ersteindruck: Logitech Ultrathin Keyboard Cover für iPad [Test]

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