Gastbeitrag: Im Büro besser Druck machen – mit dem HP Officejet Pro 8600 N911g [Test]

Ich habe von HP einen Officejet Pro 8600 N911g als Testgerät gestellt bekommen. Eins vorneweg: ich will diesen Drucker haben, denn er begeistert mich.

Der HP Officejet Pro 8600 in der N911g Ausstattung mit großen Display.

Der Tintenstrahler ist ein klasse Ersatz für all die Laserdrucker, die ich jahrelang in allen bisherigen Büros erdulden musste. Einfach in der Handhabung, sparsam im Verbrauch (nach Herstellerangaben 50 % weniger als Laserdrucker), schnell – sogar im beidseitigen Druck, und leise. Darüber hinaus ist er – ins WLAN eingebunden – das ideale Gegenstück zu meinen mobilen Geräten. Ich drucke regelmäßig via HP ePrint Dokumente, Artikel, Unterlagen aus. Die Ausdrucke erwarten mich dann im Office und können weiterbearbeitet oder abgelegt werden.

Das Gerät an sich

Der Drucker ist GROSS – ich habe an meinem Arbeitsplatz nach dem Auspacken quasi einen Mitbewohner bekommen. Seine Maße: 494 x 412,8 x 315 mm, dazu kommt noch die Duplex-Einheit, die den doppelseitigen Druck möglich macht. Alles zusammen wiegt dann – wen wundert’s – 12 Kilo. Anschluss findet der HP Officejet Pro 8600 über Ethernet, WLAN und USB. Dazu gesellen sich noch Speicherkarten-Steckplätze. Neben zwei Modem-Anschlüssen kann er theoretisch sogar faxen. In der Praxis hab ich letzteres an meinem ISDN-Anschluss nicht konfiguriert bekommen und daher auch nicht testen können.

Die Farbe ist ein matt schimmerndes Dunkelbraun metallic.

Futuristische Farben gehören heute praktisch zum Standard.

Muss man nicht mögen, ist aber wesentlich besser als das klassische raucherbelag-grau der Alltags-Büro-Hardware der letzten Jahre. Ein Farb-Touchscreen mit Iphone-ähnlicher Handhabung bietet direkten Zugang zu allen Funktionen. Ich persönlich find es aber einfacher, über den integrierten Webserver mit dem Drucker zu sprechen.

Drucken

Der Drucker verarbeitet bis max. DinA4 Papier. Die Druckgeschwindigkeit ist gefühlt sehr schnell, sogar im Doppelseitendruck und auch im Vergleich zu mir bekannten Laserdruckern. Bei s/w-Druck von Texten ist die Qualität sehr gut, das Schriftbild gestochen scharf, sofern man qualitativ hochwertiges Papier benutzt. Konzeptdruck ist – wie der Name halt sagt – Konzeptdruck und kann natürlich mit dem normalen Druck nicht mithalten. Farbdrucke und Grafiken gelingen gut, genügen aber sicherlich nicht den Ansprüchen von professionellen Grafikern. Und er ist kein Fotodrucker, liefert aber auch in dieser Disziplin passable Ergebnisse ab. Ich spare mir also den Copyshop komplett.

Was mich begeistert hat – da bin ich vorgeschädigt durch viele Arbeitsstunden von mir und Kollegen mit dem Bekleben von Umschlägen mit Etiketten: Er druckt auch in hoher Qualität Adressen auf Umschläge. So wird eine Versandaktion zu einem echten Spass, weil die lästigen Vorarbeiten deutlich leichter von der Hand gehen. Standard-DIN-Lang-Umschläge wurden aus dem Papierfach gesaugt und präzise bedruckt ausgeworfen.

Drucken in the Air

Wie angedeutet bin ich viel unterwegs. Und ich bin bei einigen Dingen einfach ein Papierleser. Seien es finale Korrekturen an Unterlagen, Moderationskärtchen oder das lustige Facebook-Bild, so einiges will gedruckt sein. Und das geht via e-print von überall aus. Die Einrichtung dieses Service ist denkbar einfach: bei HP den Drucker und die eigene E-Mail registrieren (bei Bedarf auch alle anderen, die drucken dürfen sollen) und einfach vom iPhone oder Rechner die Dokumente an den Drucker schicken. Das geht über die E-Mal des Druckers oder über die App, aus der Dropbox und/oder via Safari auf dem iPhone. Gefällt mir sehr gut und erleichtert das Leben ungemein. Und es erschreckt die Menschen im Büro, wenn niemand damit rechnet und der Drucker anspringt ;-) .

HP ePrint in Aktion.

Scannen

Was soll ich sagen – Scannen ist heutzutage ja kein außergewöhnliches Feature mehr – es funktioniert halt. Allerdings ist auch hierbei ist ein ins WLAN eingebundener Drucker ein echter Spass, weil man am Touchscreen den Computer auswählen kann, auf dem der Scan landen soll. Ich schicke also den Scan einfach an jemanden im Netzwerk – Autorisierung vorausgesetzt.

Der Scanner bietet eine hinreichend gute Qualität bei Texten und Fotos. OCR-Software hab ich nicht und konnte es dementsprechend auch nicht getestet. (Macht das heute überhaupt noch jemand?)
Die Auswahlfunktionen beim Scannen sind gut. Scannt man z.B. einen Zeitungsartikel mit Bild, kann man auswählen, ob alles, nur das Bild oder ein Bildausschnitt gescannt werden soll. Das ganze geht dann recht einfach durch Verschieben von Elementen am Bildschirm. Über die Qualität des Touchpads müsste man noch mal reden. Aufgrund meines hohen Alters hatte ich Schwierigkeiten bei der Nutzung, meine Augen sind offenbar zu schlecht und die Finger zu dick.

Die Software-Oberfläche für den Scan…

Kopieren

Hier haben wir die nächste Disziplin, die man heute praktisch bei einem Drucker dieser Preis- und Leistungsklasse voraussetzen kann. Und der Officejet Pro 8600 bleibt da auch nicht hinter den Erwartungen zurück. Er kopiert einseitig, doppelseitig, doppelseitig von Doppelseiten, einseitig von Doppelseiten. Er vergrößert sogar und schneidet Ränder ab. Ich find die Flexibilität bei den Vorlagen und die hohe Skalierbarkeit der Kopie prima. Die Grenze liegt natürlich beim eingelegten Papier.

Installation

So einfach er in der Bedienung ist, so wenig trivial war die Anmeldung in meinem Netzwerk. Die Sache mit der dynamischen IP eines Druckers scheint nicht zu klappen. Nie. Und auch beim Officejet Pro 8600  vergibt mein Router am Anfang eines neuen Tages bzw. beim Einbuchen der Geräte eine neue IP. Mit “Erfolg”: der Drucker kann nicht mehr gefunden werden. Die offensichtliche Lösung: Die Vergabe einer feste Adresse. Zwischenergebnis: ich hatte auf einmal zwar mehrere Drucker zur Auswahl aber keinen verfügbar. -.-

Die Lösung kam vom telefonisch vom HP-Support, inklusive einem geplanten und pünktlichen Rückruf und einer Schritt für Schritt Lösung zu den richtigen Einstellungen!! Also besonderes Lob an den Support! Das war großartig.

Fazit

Wenn’s kein Laserdrucker sein soll, landet man zwangsläufig bei Tintenstrahlern, die ein gewisses Arbeitspensum abkönnen und einen entsprechenden Funktionsumfang mitbringen sollen. In dieser Klasse bewegt sich dieser HP Officejet – nicht zuletzt will HP das mit dem Bezeichnungszusatz “Pro” auch zum Ausdruck bringen. Natürlich bringt dieses Modell allerlei neumodische Features mit, die man nicht wirklich alle braucht, die man nicht vermisst hätte, wenn sie nicht da wären aber die man schnell zu schätzen lernt, wenn man tagtäglich mit ihnen arbeiten darf. Meine Bedürfnisse erfüllt der Drucker voll und ganz. Ich bin absolut begeistert kann ihn daher nur weiterempfehlen. Und da er im Internet auch deutlich unter UVP (Strassenpreis ca. 210 – 230€) zu bekommen ist, kann auch der eine oder andere anspruchsvolle Privatnutzer mal ein Auge drauf werfen. Das intelligente Powermanagement trägt zudem dazu bei, den etwas höheren Anschaffungspreis gegenüber einem einfacheren Drucker wieder reinzuholen.

(Gast / @cfischoeder)

4 Gedanken zu “Gastbeitrag: Im Büro besser Druck machen – mit dem HP Officejet Pro 8600 N911g [Test]

  1. Der HP-Support rief an – die sind einfach klasse: OCR funktioniert einfach via HP Utility. Damit kann man sogar seine gescannten PDFs als suchbare TextPDFs speichern oder als RTF. Damit wird also das Büroarchiv aller Posteingänge papierlos in der suchmaschinenoptimierten Büroumgebung.

  2. Pingback: Ich Teste den Photosmart 7510 Drucker von HP | Netrobin

  3. Hi. Danke für diesen Testbericht. @Christoph der HP Support ist echt klasse, muss ich sagen. Meine Frage jetzt noch. Für die Scan to Email Funktion, muss man da ne Emailadresse registrieren bei diesem Modell ?
    Gruß

    • Ja, man registriert mögliche Empfänger lokal. Da die Administration des Geräts auch im Büronetz unkompliziert funktioniert, ist das recht schnell gemacht. Zusätzlich lassen sich alle Meldungen des Druckers auch an den admin verschickbar konfigurieren, da fehlt mir die praktische Erfahrung. Aber scantomail ist in pdf und jpg Formaten einfach möglich und gern genutzt.

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