Boogie Board LCD vs. DIN A5 College Block [Test]

Vor einem Jahr habe ich auf der IFA in Berlin das Boogie Board LCD entdeckt. Zugegeben, damals hat haupsächlich der funky Name mein Interesse geweckt. Denn an und für sich ist es alles andere als eine bahnbrechende Erfindung.

Man kann darauf schreiben oder zeichnen…und auf Knopfdruck ist alles wieder weg. Dann hat man wieder ein komplett leeres Display zur Verfügung. Einzelne Korrekturen/ Löschvorgänge sind also nicht möglich.
Mit etwas Phantasie könnte man es auch als elektronische Schiefertafel beschreiben. Trotzdem…ich fand’s irgendwie cool!

Lange Rede kurzer Sinn: ich wollte mir selbst beweisen, dass das Ding völliger Quatsch ist, hab’s gekauft und gegen den guten alten College Block antreten lassen.

Die Fakten

Gleich vom Start weg tut sich das Boogie Board etwas schwer. Zwar sind die Abmessungen mit denen des College Blocks vergleichbar, allerdings hat letzterer keinen Rahmen.

Die Kontrahenten im Größenvergleich.

Der College Block bietet somit etwas mehr Schreibfläche pro Seite an. Das Boogie Board ist hingegen saudünn und insgesamt auch spürbar leichter als sein Kontrahent.

Leichtgewicht…

…und merklich schwerer.

Der will sich natürlich nicht geschlagen geben und kontert mit dem Preis. Der College Block kostet so zwischen zwei und fünf Euro, während ich für das Boogie Board 30 Euro bezahlt habe.

Das Handling

Die günstigen “Rahmenbedingungen” des Boogie Boards zahlen sich im Handling aus. Aufgrund seiner geringen Tiefe macht es zwar einen zerbrechlichen Eindruck, es ist aber stabil und liegt ganz gut in der Hand. Man hat bei gewöhnlicher Anwendung nie das Gefühl, es könnte zerbrechen. Da es starr ist, benötigt man keine Unterlage beim Schreiben oder Zeichnen. Führt man dann den mitgelieferten Stylus über das Display, stellt sich ein authentisches Schreibgefühl ein.

Der Lieferumfang…mit Stylus und Staubtuch.

Das Boogie Board erkennt sogar mindestens drei deutlich voneinander unterschiedliche Druckstärken. Der Kontrast vom Display zur helleren Schrift könnte allerdings etwas kräftiger sein zugunsten der Lesbarkeit.
Somit liegt das Boogie Board auf der Hälfte der Strecke knapp vorne.

Die Haltwertszeit

Der College Block wirft um die 80 Seiten ins Rennen, die selbstverständlich beidseitig zu Verfügung stehen. Macht also 160 Seiten. Das Boogie Board gibt (laut Herstellerangaben) bis zu 50.000 Resets her – dann macht die Batterie schlapp. Diese kann nicht gewechselt werden. Bedeutet: Danach kann man das Teil gepflegt in die Tonne kloppen.

Der Knopf in der Mitte löscht das Display…Vorsicht!

Allerdings entsprechen die 50.000 Löschvorgänge je nach Nutzung etwa 6 – 12 Jahre. Die Frage ist jedoch: wird das überhaupt mal zum Problem oder landet das Boogie Board vorher schon in der Ecke?

Die Entscheidung

Kurz vor der Zielgraden liegt das Boogie Board noch vorne…bleibt aber das Problem, dass man Notizen oder Skizzen nicht speichern kann. Nachdem ich das Ding nun schon seit einiger Zeit im Einsatz habe, kann ich sagen, dass dieser Umstand überhaus unpraktisch ist. Es gab nur wenige Situationen, in denen mir das Boogie Board für meine Notizen gereicht hat. In der Not habe ich dann den vollgeschriebenen Bildschirm mit dem Smartphone abfotografiert, damit ich den Inhalt wieder per Knopfdruck löschen konnte.

Jetzt wäre “Speichern” praktisch…

Beim College Block dagegen blättere ich einfach die Seite um. Genau das macht ihn in diesem Aufeinandertreffen unschlagbar.

Kurz und bündig…”and the winner is”: Der DIN A5 College Block (Peter).

P.S.: Das Boogie Board wird mittlerweile auch mit Speicherfunktion angeboten. Dann kostet es allerdings um die 100€ mehr!!!

Ein Gedanke zu “Boogie Board LCD vs. DIN A5 College Block [Test]

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