7 Zoll für alle Fälle? Ersteindruck: Das Nexus 7 im Arbeitsalltag.

Wer uns Jungs von Übergrün ein wenig kennt, der weiss, dass wir zu den 7 Zoll Tablet Fans der ersten Stunde gehören. Peter und ich haben 2010 auf der IFA zusammen das erste Samsung Galaxy Tab (P1000) mit vorgestellt und seitdem nur ungern auf den treuen Begleiter im Arbeitsalltag verzichtet. Keine Frage also, dass uns die Vorstellung des Nexus 7 auf der letzten Google I/O mehr als nur aufhorchen ließ. Schnell war klar – das Teil musste her.

Meine alte Liebe Samsung Galaxy Tab. Meine neue Liebe Nexus 7?

Auch wenn – oder gerade weil  - Google das Nexus 7 explizit als Entertainer bewirbt, stellen wir uns die Frage, ob das handliche Tablet auch im Arbeitsalltag bestehen kann.

Der erste Eindruck überzeugt

Unboxing, Hands-on etc. gibt es vom Nexus 7 im Web schon zu Hauf. Das spare ich mir an dieser Stelle. Wer daran interessiert ist, dem lege ich die entsprechenden Artikel bei Netbooknews sehr ans Herz (Unboxing und Test).

Nimmt man das Nexus 7 in die Hand fällt sofort auf, wie leicht es ist. Aufgrund seiner Größe ist das Android Tablet sehr handlich. Unterstützt wird dieser Eindruck durch dessen Rückseite aus gummiertem Plastik. So leicht wird mir das Nexus 7 damit nicht aus der Hand rutschen, soviel steht fest. Zudem habe ich keine Angst, die Rückseite durch unachtsames Ablegen oder Verstauen in der Tasche schnell zu verkratzen. Das Material erscheint robust.

Im Vergleich zum Galaxy Tab ist das Nexus 7 natürlich vor allem leichter und dünner. Das Display überzeugt durch ordentliche Kontraste (…man darf hier niemals den Preis von 249 Euro für die 16GB Version außer Acht lassen) .
Die Empfindlichkeit der virtuellen Tastatur unterscheidet sich dabei jedoch zum Teil deutlich von der des iPads und auch von der des Galaxy Tabs. Da werde ich meinen Fingerschlag hier und da etwas anpassen müssen. Was das Galaxy Tab einst zum ultimativen Allrounder machte, fehlt dem Nexus 7: UMTS und eine Telefonfunktion. Dieser Tatsache war ich mir bewusst, als ich im Play Store auf kaufen klickte. Ob ich diese Funktion vermissen werde, wird der Test zeigen.

Merkt man sofort: Das Nexus 7 ist dünner und leichter als das Galaxy Tab

Der Test – Einsatz im Alltag

Da ich im Büro mittlerweile versuche, auf Papier so weit wie möglich zu verzichten (ich “verzettele” mich sonst so schnell…), benutze ich seit einiger Zeit das Apple iPad. Es ist dabei handlicher als mein 13 Zoll MacBook Pro, erlaubt es mir in Meetings Notizen zu machen und auch unterwegs meinen Kalender und meine Mails zu verwalten. Im Grunde also der perfekte Begleiter im Arbeitsalltag.

7 oder 10 Zoll…das ist hier die Frage

Seit Beginn dieser Woche nutze ich nun das Nexus 7 im Büro und vermisse das iPad noch nicht. Im Gegenteil. Direkt nach der Inbetriebnahme war es wieder da, das Gefühl, das ich vom Galaxy Tab kenne. Doch flammt die alte Liebe wieder auf? Bevor ich diese Frage beantworte, muss sich das Nexus 7 in folgenden Disziplinen beweisen:

Auf dem Arbeitsweg

Ich fahre täglich etwa 15 Minuten U-Bahn zu und von der Arbeit. Die Fahrtzeit nutze ich gerne, um längere Artikel per Readability oder ein Buch mit der Kindle App zu lesen, zu twittern, um mit Spotify Musik zu hören, ein Bisschen im Internet zu surfen oder bereits erste Mails zu lesen und zu schreiben. Ist das Nexus 7 ein guter Entertainer in der U-Bahn?

Im Büro

Ich sitze nicht den ganzen Tag am Schreibtisch. Meetings führen mich kreuz und quer durch die Agentur und es kommt immer wieder vor, dass man für ein Stündchen oder länger mal mit einem Kollegen an dessen Schreibtisch an etwas arbeitet. Taugt das Nexus 7 als Begleiter immer dann, wenn ich nicht am Schreibtisch bin? Kann ich in Meetings Notizen machen, unabhängig von meinem Laptop Termine machen und Dokumente ansehen?

Nach der Arbeit

Ein Tablet ist natürlich kein reines Arbeitsgerät. Ich nutze es zu Hause auf der Couch, vor dem Fernseher als Second Screen oder abends im Bett als Lektüre. Kann das Nexus 7 mich auch in den eigenen vier Wänden begeistern?

Das Ergebnis lest ihr in der kommenden Woche hier im Blog. (Timo)

9 Gedanken zu “7 Zoll für alle Fälle? Ersteindruck: Das Nexus 7 im Arbeitsalltag.

    • Kommt sehr auf die Anwendung an: Willst Du das Tablet eher zu Hause auf der Couch nutzen bzw. im Hotelzimmer, dann ist das iPad wohl optimal. Oder willst Du das Tablet wirklich unterwegs aus der Tasche ziehen, also bspw. in der Bahn oder auf dem Büroflur…dann sind 7 Zoll echt super! Gut, davon abgesehen ist der Preisunterschied zwischen den beiden Geräten natürlich erheblich :)

  1. hm, kein sdcard slot, keine echte kamera, kein gsm. gerade fuer unterwegs ist das nexus7 nix. dafuer stimmt der preis, der prozessor und grafik. bevor ich so ein teil nicht selbst in der hand habe, wird es auch nicht gekauft. und die cupertino verbrechen ueberlasst bitte den werber spackos und kiddies ;)
    man ist das gruen hier …

  2. Freue mich schon auf die Auswertung zur Alltagstauglichkeit. Will es als Laptop-Ersatz verwenden, für Uni und Arbeit. Mit Hardware-Tastatur dazu. Bin wirklich schon gespannt

    • Dazu kann ich vorab schonmal was sagen, denn ich hab mit Tablets und Hardware-Tastaturen mittlerweile einiges an Erfahrung gesammelt. Wenn du mit einer solchen Kombination ein Net- oder Notebook ersetzen möchtest, empfehle ich zwei einfache Prüfschleifen: 1. Benötigst du eine spezielle Applikation die mit dem HMI des Tablets (faktisch der Zeigefinger) nicht so ohne weiteres bedienbar ist (der Klassiker wäre hier wohl ein Videoschnittprogramm jenseits dessen was iMovie macht)? 2. Musst du Microsoft Office Dokumente bearbeiten können (dabei sind Word und Excel die kleineren Probleme…Powerpoint aber schon fast eine Herkulesaufgabe)? Wenn die Antwort zweimal “Nein” lautet, ist ein Tablet mit Hardware-Tastatur eine echte Alternative.

      • Ah, hab die Antwort erst jetzt entdeckt!

        Also zum Schreiben würde ich wohl schon auf Word gerne zugreifen wollen. Powerpoint muss nicht unbedingt als Schreibvorgang funktionieren, aber also Präsentation wäre es nicht allzu schlecht. Wobei ich auch prezi (www.prezi.com) nütze, was eventuell auch auf einem Tab funktioniert (konnte es bisher noch nicht testen).
        Ich finde es irgendwie super, dass Tablets doch eine relativ lange Zeit mit dem Akku auskommen. Außerdem ist der Preis des Nexus ein Killerargument meiner Meinung nach. Denn ein Net-Note-Book wäre, wenn es in Frage käme, nur als Ultrabook eine Wahl von mir.
        Ich möchte vor allem PDFs und DOCs vor allem lesen können (letzteres auch verfassen), um diese dann zu Hause auf dem PC weiterzuverarbeiten usw. Ansonsten wäre es als Couch-Gadget gedacht. Eventuell in Verbindung mit Apple-TV die Medien auf den Fernseher streamen (sollte wie mit der Apple-Hardware funktionieren), um nicht jedes Mal Laptop/PC einschalten zu müssen und per HDMI mit TV zu verbindne.

        Hoffe ich habe das irgendwie klar ausgedrückt :)

        Danke auf alle Fälle für die ersten Hinweise!

        LG hahoo

        • Bei der Arbeit mit Office Dokumenten gilt es zu differenzieren. Die Erstellung und Bearbeitung einfacher Texte, Tabellen und – im begrenzten Maße – auch Präsentation ist Dank der offenen Dateistandards ja kein Problem mehr. Wenn’s an aufwändiges Formatieren oder Dateien mit Makros oder Steuerelementen geht, ist natürlich Schluss; Powerpoint Slides from hell…mit 48 Animation (alle in einer Folie) und 16,9 Millionen psychedelic colors ;-) …no way. Ich hab sowohl auf meinem alten Galaxy Tab (GT-P1000…sonst gibt’s wieder einen Rüffel von Peter!) mit dem darauf installierten Office Programm gute Erfahrungen gemacht als auch mit den Apple “Office” Apps auf dem iPad. Nach allem was du hier beschrieben hast, solltest du mit so einer Kombination gut klarkommen. Dann drücke ich mal die Daumen, dass du dein Nexus bald in die Finger kriegst.

          • Klingt doch schon mal ganz gut! :-) Ich bin gespannt, wann es wieder verfügbar ist und werde es einfach mal selber testen. Und hier natürlich die ERgebnisse lesen. Vielen Dank für die nützlichen Vorab-Infos!

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