Süßes für den Schädel? Skullcandy Agent Kopfhörer [Test]

Auf der Suche nach einem On- oder Over-Ear Bügelkopfhörer bin ich letzte Woche in der Bonner Innenstadt zufällig fündig geworden (…jedenfalls für’s Erste), und habe einen echten Schnapper gemacht: für 12 Euro gab es den Skullcandy Agent. Da habe ich natürlich nicht lange gefackelt :)

Scullcandy_Agent_Headphone_Übergrün_Test

Die Umverpackung ist eher cheap

Bei dem Preis kann ich mich nicht großartig beschweren – egal, zu welchem Testergebnis ich komme. Der Straßenpreis liegt allerdings bei etwa 35 Euro, der reguläre Verkaufspreis sogar bei 53 Euro. Das habe ich bei der Bewertung im Hinterkopf behalten.

Ausgepackt und angefasst

Nachdem ich den Kopfhörer aus seiner schäbigen Verpackung befreit hatte, stellte sich Ernüchterung ein. Zwar ist der Skullcandy Agent sauber verarbeitet – wie etwa die Nähte – aber leider alles andere als hochwertig. Das Plastik fühlt sich billig an. Ein besonderes Misstrauen hege ich gegen die Scharniere der Größeneinstellung: diese laufen stufenlos und funktionieren noch wunderbar…ich kann mir aber gut vorstellen, dass sie schnell ausleiern. So, genug gemotzt. Gut gefällt mir: die Ohrenpolster aus Kunstleder fühlen sich sehr weich an. Das Kabel ist in einer Kordel “verpackt” und hinterlässt einen robusten wie auch hochwertigen Eindruck. Mit einer länge von 120 cm reicht es locker für das Musikhören unterwegs oder den Einsatz am PC. Kleines (persönliches) Manko: Das Kabel ist am linken Ohrhörer angebracht. Beim Smartphone bin ich aber Rechtsträger. Somit läuft das Kabel quer über den Oberkörper. Ich weiß…pingelig.
Das Design an sich, also die Optik, gefällt mir ganz gut. Ist selbstverständlich Geschmackssache.

Aufgesetzt und zugehört

An dieser Stelle muss ich mal kurz auf die Ohrenpolster zurückkommen. Bei Skullcandy auf der Website läuft das Model “Agent” als Over-Ear Kopfhörer. Dafür ist das Polster aber viel zu klein. Es sitzt definitiv AUF den Ohren. Mich stört es jetzt nicht wahnsinnig. Etwas mehr nervt der Bügel. Der dürfte gerne etwas mehr gepolstert sein. So trägt sich der Kopfhörer nach einem Stündchen nicht mehr ganz so angenehm. Kommen wir zum Wesentlichen: dem Sound. Daran habe ich nichts auszusetzen. Klingt sauber und auch bei voller Lautstärke in meinen Ohren immer noch gut. Allerdings stelle ich beim Sound nicht den allergrößten Anspruch. Die Bässe wummen kräftig – es knarzt und rauscht nichts. Mit andern Worten: Für mich reicht es. Audiophile Menschen sollten beim Ton lieber einen Doublecheck machen.

Unterm Strich – Fazit

Der Sound ist super. Die Verarbeitung könnte größtenteils besser sein. Der Tragekomfort hält sich in Grenzen. Für 12 Euro? Klar, her damit! Für 35 Euro okay. Für um die 54 Euro gibt es wahrscheinlich bessere Kopfhörer. Für die Kohle bekommt man zum Beispiel auch den Plattan von Urbanears – davon hab ich nur Gutes gehört. (Peter)

Zweite Meinung

Ich hab den Skullcandy Agent auch mal ausprobiert und bin wenig begeistert. Als Gamer verbringe ich relativ viel Zeit mit Kopfhörern auf den Ohren und hab schon vieles ausprobiert. Das Konzept “On-Ear” erschliesst sich mir nicht. Es trägt sich unangenehm und fremd. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, die Ohrmuscheln sein zu klein – bug not feature. Bei der Verarbeitung gibt’s in der Tat nichts zu meckern – wirkt solide. Das Material des Gehäuses wirkt jedoch nicht sehr wertig. Die Kunststoffteile schreien einem doch “Billig-Plastik” entgegen. Beim Ton (und der ist ja eigentlich auch das Wichtigste) gilt es festzuhalten, dass auch Skullcandy dabei scheitert in dieser Preisklasse einen ausgewogenen Klang über ein breites Spektrum herzustellen. Man hat sich hier – weil der Kopfhöhrer wohl eher für Mediaplayer gedacht ist – für eine etwas basslastige Abmischung entschieden. Allerdings doch so, dass man die Höhen etwas vermisst.
Alles in allem sage ich, wenn man das Ding wie Peter als Restposten oder Angebot für deutlich unter seiner UVP findet kann man sich den Skullcandy Agent zulegen. Man bekommt aber eher einen Kopfhörer in der Preisklasse in der man bezahlt hat – nicht in der, in der er hätte eigentlich liegen sollen. (Marco)

5 Gedanken zu “Süßes für den Schädel? Skullcandy Agent Kopfhörer [Test]

  1. habe mich schon gefreut, dass es der Alltagstest zum Nexus 7 ist… aber dennoch nützlicher Bericht! Denke auch, dass 54€ zu viel wären, wenn man in Betracht zieht, welche Kopfhörer um denselben Preis erhältlich sind.

    • Sorry, dass wir Dich “enttäuscht” haben :) Der Bericht zum Nexus 7 ist wohl am Wochenende fertig. Kollege Timo arbeitet mit Hochdruck daran! Trotzdem schön, dass Dir in der Zwischenzeit dieser Test gefällt. Nutzt Du auch einen Bügelkopfhörer? Bin weiterhin auf der Suche. (Peter)

      • Ich muss gestehen, dass ich keine Bügelkopfhörer MEHR nutze. Sagen wir so, ich hatte schlechte Erfahrungen damit – die brechen leider ganz leicht wenn man vergisst, wo sie liegen und sich draufsetzt ;-) . Bin fürs Musikhören auf In-Ears umgestiegen, weil doch flexibel und sie mehr verzeihen, wenn man sie “härter” anpackt. Komm damit ganz gut aus, wobei ich schon denke, dass sie guten Bügelkopfhörern irgendwie hinterher hinken.

        Bin wirklich schon gespannt auf den Nexus Bericht. Wobei das Tab in Österreich gerade nicht verfügbar ist – in Deutschland auch nicht oder? – aufgrund mangelnder Lieferung. Nur auf Bestellung und dabei gibt es auch keine genauen Datumsangaben, wann es kommt… :-( Insofern kann ich es mir noch nicht holen, aber zumindest davon träumen! :)

  2. Habe die selben. Und ja 54€ ist definitiv zuviel. Aber was solls:-) Entweder man genießt es im Leben und lässt sich was gönnen, oder stirbt ohne was ausgegeben zu haben! Ich finds top!

    Lg

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