Die perfekte Kombination aus Smartphone und Tablet? Das Samsung Galaxy Note II. [Ersteindruck]

Spätestens seit der Vorstellung des iPad mini sollte allmählich klar werden, wie stark Tablets im Format um die sieben Zoll im Kommen sind. Mit dem iPad mini wird Apple nicht nur dem mittelgroßen Tablet-Format einen riesigen Schub geben – es ist ebenfalls davon auszugehen, dass Tablets noch stärker Einzug in den Arbeitsalltag nehmen werden. Ich selbst nutze seit geraumer Zeit mein Nexus 7 im Agenturalltag und möchte es nicht mehr missen. Die Kollegen könnten dafür gerne mal mit den Witzen darüber aufhören, dass ich es mal ans Ohr halten soll (Brüller). Ähnliche Sprüche bekomme ich über das Samsung Galaxy Note II zu hören, das ich seit einigen Tagen teste. Die Kombination aus Tablet und Smartphone fordert mein Nexus 7 heraus. Werde ich ich in Zukunft den sieben Zoll untreu? Der direkte Nachbar des 7-Zoll-Formats ist die bisher stiefmütterlich behandelte Größenordnung von um die fünf Zoll. In diesem Bereich hat, genau wie bei den Siebenzöllern, Samsung den ersten großen Schritt Richtung Verankerung in der breiten Masse getan. Ich durfte auf der IFA 2011 das Samsung Galaxy Note noch mit vorstellen. Im Vorfeld der Messe haben Peter und ich uns damals sehr gefragt, wie das Note wohl ankommen würde. Zumal zeitgleich das Galaxy Tab 7.7. vorgestellt wurde. Die Reaktion auf das Note war unglaublich: Die Presse riss sich um die Mischung aus Smartphone und Tablet mit Stylus-Pen. Quasi aus dem Nichts schuf Samsung eine neue Produktkategorie, die sich zwischen Multimedia-Tablet und Produktivitäts-Tool ansiedelte. Jeder meiner Bekannten, der sich in der Folgezeit ein Galaxy Note zulegte, war überwältigt von dem Gerät. Unterschiedlichen Quellen zufolge, verkaufte sich das Note bisher weltweit bis zu 10 Millionen mal. Auf der diesjährigen IFA stellte Samsung mit dem Galaxy Note II das Nachfolgemodell vor, welches seit Ende September in den Regalen steht. Nachdem Lars von AllAboutSamsung das Gerät immer wieder in höchsten Tönen gelobt hat, konnte ich es mir nicht mehr verkneifen. Ich musste das Gerät selbst mal in Augenschein nehmen. Durch die freundliche Unterstützung von Getgoods, habe ich nun die Möglichkeit, das Galaxy Note II zu testen. Dabei geht es mir erneut um die Tauglichkeit im Arbeitsalltag. Kann das Note II es dabei mit dem Nexus 7 aufnehmen?  Der Ersteindruck

Auf ein Unboxing und Hands-On verzichten wir an dieser Stelle genau wie beim Nexus 7. Wen es interessiert, dem sei der ausführliche Post von Lars jedoch wärmstens ans Herz gelegt. Der erste Kontakt mit dem Note II sorgt unweigerlich für die Erkenntnis des Offensichtlichen: Man ist das Teil groß. Lege ich mein iPhone 4 daneben, erscheint dies winzig. Die Verarbeitung des Note 2 ist wie von Samsung gewohnt: Solides Plastik. Die Rückschale knarzt ein wenig, sitzt aber sonst fest und mit minimalem Spaltmaß auf dem Gehäuse. Die Rückseite soll den Look von gebürstetem Aluminium hervorrufen, was nicht ganz gelingt. Ein klarer Vorteil der Plastikverarbeitung ist das Gewicht: Das Note II ist mit 183g kein Leichtgewicht, wirkt aber auch nicht zu schwer – vor allem bei der Größe. Etwas ungewohnt ist die Platzierung der Lautstärkewippe am linken Rand. Es fällt schnell auf: Oft drücke ich beim Versuch die Lautstärke anzupassen aus Gewohnheit den Sleep/Wake-Up Button auf der rechten Seite des Gehäuses.

Touchwiz, S-Pen und Notification Light

Vom Nexus 7 bin ich Android 4.1.2. in Reinform gewohnt. Auf dem Note 2 läuft Android 4.1.1. mit Samsungs TouchWiz UI. Dies war mir zwar von älteren Geräten noch in Erinnerung – erschlug mich aber dennoch. Im Vergleich zum reinen Android wirkt TouchWiz schwammig und kompliziert. Gewohnte Handgriffe sitzen plötzlich nicht mehr. Ich stelle fest: Ich muss mich tatsächlich einen halben Tag lang in das Note II reinfuchsen. Das gilt insbesondere für den S-Pen. Der handliche Stylus, der sich praktisch unten rechts aus dem Note II herausziehen lässt bietet, so ahne ich, eine Menge Einsatzmöglichkeiten. Diese zu Entdecken nehme ich mir vor. Hilfreich und simpel finde ich das Notification Light, welches Samsung genau wie beim Galaxy S III oben links angebracht hat. Nativ kann das Licht unter anderem auf neue Ereignisse und einen schwachen Akku hinweisen. Der Funktionsumfang lässt sich mit Hilfe von bestimmten Apps jedoch deutlich erweitern und individualisieren. Ich nutze dazu die App LightFlow, die es im Play Store Free und Paid gibt. Mit LightFlow kann ich Apps und Notifications einzelne Farben zuweisen. So erkenne ich an einem grünen Licht zum Beispiel eine neue Nachricht bei WhatsApp und ein rotes Licht lässt mich wissen, dass sich etwas bei Google+ ereignet hat. 5 gegen 7

In den kommenden Wochen werde ich das Note II in den selben Bereichen testen, in denen sich bereits das Nexus 7 bewähren musste. Konkret heißt das: Wie macht sich das Note II auf dem Weg von/zur Arbeit in der Bahn? Wie schlägt es sich im Arbeitsalltag? Und kann es auch nach der Arbeit in der privaten Nutzung überzeugen? Dabei versuche ich herauszufinden, ob die Kombination aus Tablet und Smartphone mich dazu bewegen kann, meinem geliebten sieben Zoll Format den Laufpass zu geben.

Vielen Dank an Lars für die Bilder.

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