MixShape – Spotify Playlists automatisch optimieren lassen!?

Zugriff auf massig digitale Musik, schier endlose Playlists und die Shuffle Funktion haben das Erstellen eines Mixtapes zu einer aussterbenden Kunst verkommen lassen…sagt Microsoft.
Doch wir sollen nicht verzagen – MixShape hilft…sagt Microsoft.

UBERGRUN_MixShape_01

Kürzlich stolperte ich in meinem Newsfeed über etwas interessantes: MixShape. Ich würde es mal als so ein Art Spotify-Playlist-Optimierer bezeichnen. Die Theorie: Früher haben wir akribisch und mit Sorgfalt unsere Mixtapes zusammengestellt – heute klicken wir nur noch aus einer Myriade von Titeln wahllos unsere Playlists zusammen, mit dem Ergebnis, dass die Tracks nicht mehr so aufeinander abgestimmt sind wie das früher einmal war.

MixShape bietet nun an, eine beliebige Playlist zu analysieren, sie nach einem vorher festgelegten Verlauf neu zu arrangieren und Tracks, die da eigentlich gar nicht reinpassen, durch “bessere” zu ersetzen. Das liest sich zunächst mal spannend und sieht im Promo-Video auch echt gut aus:

Ich will ja gar nicht bestreiten, dass ich mir heutzutage schneller mal eine Playlist zusammenstelle, als ich früher ein Tape bespielt habe. Gott sei Dank, möchte ich sagen, geht das heute so einfach. Für diejenigen, die keine Kassetten mehr kennen: Das war nicht so lustig wie man’s immer erzählt bekommt! Früher war lange nicht alles besser.

Außerdem stelle ich mir meine wichtigsten Playlists in iTunes immer noch so zusammen, dass sie auf eine CD passen (mein Autoradio spielt zwar MP3 aber leider kein AAC). Folglich lege ich auch immer noch eine gezielte Reihenfolge der einzelnen Lieder fest.

Und das soll eine Maschine jetzt also besser können? Das, dachte ich mir, schaust du dir doch mal genau an…

Fazit

Meine Tests mit Microsoft MixShape produzierten durchweg fragwürdige Ergebnisse. Von einem verbesserten Arrangement meiner verwendeten Playlist war ich soweit entfernt, wie es nur geht. Keine Frage, das eine oder andere Resultat hab ich tatsächlich gespeichert aber insgesamt bin ich eher amüsiert als begeistert. Man mag MixShape ja nicht absprechen, dass die App ein halbwegs homogenes Klangerlebnis generiert. Aber wenn – wie in meinem Fall – ein durchgängiges Thrash/Metalcore Geschrammel mein Ziel gewesen wäre, hätte ich das ja von vorne herein in die Playlist gepackt.

Zum rumspielen reicht es aber alle Male. Wer es selber mal ausprobieren möchte: MixShape läuft komplett webbasiert…man muss nichtmal zwingend den Internet Explorer nehmen.
Wenn das also jemand wider Erwarten tatsächlich mal erfolgreich einsetzt, wär’ ich für ein Feedback dankbar ;-) .

P.S.: Im Nachhinein mutet es sogar eher kurios an, scheinbar verloren gegangene Individualität und Kreativität durch einen normierten Algorithmus ersetzen zu wollen ;-)

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