Mit dem Samsung Galaxy S4 Active zum Wacken Open Air. [Teil 3/3] [Test]

Seid gut einer Woche bin ich zurück vom Wacken Open Air 2013. Sowohl ich als auch das Samsung Galaxy S4 Active (S4A) haben den Trip hervorragend überstanden. Seit dem hab ich das S4A auch weiterhin in der täglichen Nutzung. Nach den beiden vorherigen Posts hier also das versprochene Fazit…

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Vorbereitende Maßnahmen

Wie ja den ersten beiden Teilen dieses Tests zu entnehmen ist, wurde das Telefon eher kurz vor knapp geliefert. Meine Vorbereitung bestand insofern darin, schnell noch alle relevanten Apps zu installieren, mir die wichtigsten Spotify Playlists lokal zu speichern und den Download des Kartenmaterial für die Navigon App durchzuführen. Nachdem dann auch noch alle meine Accounts aktiviert waren (wichtig, denn die Zugangsdaten sind ansonsten in meinem iPhone unter 1Password gespeichert), konnte die Reise losgehen. Besondere äußere Schutzmaßnahmen für das Telefon hab ich nicht getroffen.

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Anreise

Während der Fahrt gen Norden und der Zeit, die ich noch in meinem persönlichen Basislager verbrachte, schlug sich das Telefon erwartungsgemäß großartig. Immerhin ist es bis auf Details ein normales Galaxy S4. Zwar lässt sich mein iPhone leichter, intuitiver und flüssiger bedienen, aber ich entwickelte überraschend schnell ein Faible für das fünf Zoll Display. Irgendwie ist das eine angenehme Größe, die dazu führt, dass ich eigentlich nur noch das S4A nutze und sogar selten zum Tablet greife. Der Bildschirm ist so gut, dass er auch die Notwendigkeit entschädigt, umgreifen zu müssen, um die gegenüberliegende Display Seite erreichen zu können.

Eine negative Auffälligkeit gibt es leider auch: den Lautsprecher. Der macht sich unter der Polycarbonat-Rückseite übermäßig bemerkbar. Anfänglich dachte ich, ich hätte einen Nintendo Controller mit Rumblepak in der Hand. Jedenfalls sorgt das Ding für deutliches Scheppern und produziert obendrein auch noch alles andere als guten Klang. Der eine oder andere Tester führt die etwas missratene Tonwiedergabe auch auf die Membran zurück, die über dem Lautsprecher liegen muss, um ihn wasserdicht zu bekommen.
Das S4A als mobile Jukebox zu verwenden würde mir daher nicht im Traum einfallen. Um den Sound aus dem Ding genießen zu können, empfiehlt sich irgendeine Form von externem Lautsprecher wie Kopfhörer oder sowas wie dieser Raikko Speaker oder der Creative D100.

Die Kritik bezieht sich ausschließlich auf den unteren Lautsprecher. Beim Telefonieren fällt dergleichen nicht auf. Überhaupt konnte ich keine Einschränkung in der Sprachübertragung wahrnehmen. Bei allem Online-Schnickschnack…ja, das Ding kann auch telefonieren ;-) .

Zeltaufbau

Mit Beziehen des Campingplatzes begann das harte Outdoor-Leben für das S4A. Zunächst mal ein Wort zur “Robustheit”. Ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich mir um mein Handy keine Gedanken machen wollte und tat das auch nicht. Das Handy war – wenn nicht in Benutzung – stets “nackig” in der Beintasche meiner Shorts. Ich hab nur drauf geachtet, keine anderen metallischen Gegenstände wie die Taschenlampe oder den Schlüssel dazu zupacken.

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Das Telefon sieht immer noch aus wie neu – obwohl es mir sogar einmal runtergefallen ist. Unterm Strich hat sich mein Ersteindruck aber bestätigt. Das Telefon fühlt sich zu edel an – der große Bildschirm macht einen zu fragilen Eindruck – als dass sich das Gefühl eines Outdoor Handys einstellen könnte. Deswegen hab ich nach meiner Rückkehr – ich glaube zum ersten Mal seit dem ich Handys nutze – eine Displayschutzfolie angebracht.
Der nächste Schritt ist ein vernünftiges Case. Leider habe ich da noch nichts passendes gefunden. Aber mal abwarten, Otterbox listet bereits ein Defender Case für das S4 Active. (Update 16.08.13: In den USA ist das Case jetzt verfügbar. Mal sehen, wann’s bei uns soweit ist.) Lieber wäre mir zwar das Commuter – aber Hauptsache eine vernünftige Hülle ist drum. Dann aber wäre das Telefon nahezu bombensicher.
Alternativ bringt Samsung wohl auch ein passendes Case heraus.

IP67 im Einsatz

Macht die IP67-Zertifizierung also keinen Sinn, weil man eh eine Hülle braucht? Im Gegenteil: Wasser und Dreck gab’s reichlich. Dazu noch eine Schadensquelle, die ich vorab gar nicht berücksichtigt hatte: Sonnencreme. Bei jenseits von 34 Grad am zweiten Tag mischten sich Wasser, Schweiss und der Sun Blocker zu einer haftenden Schmiere, die obendrein noch vom Staub reichlich garniert wurde. Jetzt nicht auf die Nutzung des Telefons verzichten zu müssen und es obendrein mal eben unter laufendem Wasser abwaschen zu können war ein echter Segen.

Ich habe über 200 Fotos gemacht, eine Auswahl in einem Tumblr Blog online gestellt und blieb über Facebook und Twitter mit den daheimgebliebenen in Verbindung. Über die offizielle Wacken App konnte man gerade am Anfang nochmal orientieren, bis sich die Wege eingeschliffen hatten. In Erinnerung sind mir letztlich zwei Dinge geblieben. Zum einen eine Dusche am Metal Place in Wacken, die für ein wenig Abkühlung der Besucher sorgen sollte und der Gewitterschauer am Samstag.

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Beides stellte keinen Grund dar, mein Handy im Auto oder, Gott bewahre, im Zelt zu lassen. Letzteres lädt zwielichtiges Gesindel ja geradezu dazu ein, sich des Telefons zu bemächtigen. Auch in diesem Jahr können wieder viele ein Liedchen davon singen… Ich wette, wenn ich Bestohlene fragen würde, warum sie ihr Handy nicht mit auf’s Festivalgelände genommen haben, würde ich recht häufig “Ich hatte Angst, dass es kaputt geht” als Antwort bekommen.

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Die Kamera

Im letzten Jahr habe ich mich komplett auf die Kamera des Samsung Galaxy Xcover verlassen und damit wirklich bleibende Erinnerungen festhalten können. Leider schränkten die Qualität der Kamera und die Auflösung die gestalterische Freiheit etwas ein. Daher war der Bedarf für eine bessere Kamera auch ein treibendes Argument für das Telefon-Upgrade in diesem Jahr. Die fand ich natürlich im S4A auch vor – unterm Strich blieb die Qualität der Aufnahmen aber deutlich hinter meinen Erwartungen zurück. Die Aufnahmen sind selbst bei Tageslicht noch erheblich nachbearbeitungsbedürftig – tonwerte spreizen, nachschärfen etc.

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Was mich hingegen überzeugt hat, waren die unterschiedlichen Kameramodi, insbesondere der HDR Modus, der aus passenden Motiven echt noch was rausgeholt hat, sowie der Unterwassermodus, den ich zwingend aktivieren musste, um während des samstäglichen Regengusses Aufnahmen machen zu können. Ist das Display nämlich erstmal nass, geht wirklich nichts mehr über die Touch Steuerung.

Der Rest der Hardware

Wenn ich den Leuten aus meiner Wacken Truppe das Handy zum ersten Mal in die Hand gedrückt habe, fiel recht schnell der Satz: “Oh, das ist aber schwer”. Mir ist das gar nicht so aufgefallen, obwohl mein bis dato genutztes iPhone natürlich deutlich leichter ist. Ich kam und komme mit dem Gewicht gut klar. Es fühlt sich jedenfalls nicht wie ein Backstein in der Hosentasche an.
Positiv wurde das fünf Zoll große Display aufgenommen, weil es zwischendurch genutzt wurde, um durch meine Fotos zu blättern. Erwähnenswert, dass ich zu keinem Zeitpunkt ein Problem hatte, das Display ablesen zu können. Nach anfänglichem Rumgefrickel lieferte die Auto-Helligkeit durchweg gute Resultate. Somit hat sich der Wechsel vom AMOLED Display des normalen S4 zum LCD des S4A wohl wirklich gelohnt.
Wenn dadurch der Akku stärker belastet wird, habe ich davon nichts mitbekommen. Wie gesagt, ich habe viel fotografiert und diverse Online-Spirenzien gemacht (was Dank eines stabilen Datennetzes der Telekom in diesem Jahr übrigens kein Problem war) und trotzdem war der Akku Abends weit davon entfernt leer zu sein. Über Nacht dank Powerbank wieder aufgeladen, stand mir das Telefon damit unterbrechungslos zur Verfügung. So muss das sein!

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Ohne die Möglichkeit nachzuladen dürfte dem Akku bei regelmäßiger Nutzung aber spätestens am zweiten Tag die Luft ausgehen. Die Vorwürfe, mit etwas surfen und telefonieren sei nach zwei bis drei Stunden finito, kann ich nicht nachvollziehen.

Fazit

Hat sich die Anschaffung des Samsung Galaxy S4 Active nun für mich gelohnt? Ja, denn ich habe mein Smartphone gerne bei mir und die speziellen Eigenschaften des S4A ermöglichen das auch unter den extremen Bedingungen eines Heavy Metal Festivals. Zum Gegenbeweis: Allein in unserer Truppe haben sich zwei Telefone für immer verabschiedet.

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Zudem ist der Leistungszuwachs gegenüber meinem Galaxy Xcover so gewaltig, dass ich das S4A vorerst auch weiterhin täglich als Handy nutzen werde. Bestätigt hat sich aber auch der Eindruck, dass das Samsung Marketing bei der Charakterisierung des S4A als Outdoor- und Unterwassertelefon deutlich über das Ziel hinaus geschossen ist. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen, wie mit einer Displayschutzfolie und einer Hülle, kommt es dem Ideal aber schon sehr nah…
Würde ich das Handy weiterempfehlen? Auch wieder ja. Wer ohnehin über die Anschaffung eines S4 nachgedacht hat, sollte wirklich mal überlegen, ob das Active nicht besser wäre.
Ich halte es für eine attraktive Alternative…

In diesem Sinne…Rain or Shine!

Besonderer Service, für die, die nicht dabei sein konnten:
Meine Wacken 2013 Spotify Playlist!

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